Seit Jahren arbeiten  Arnaud Du Pasquier und unser Trainer Felix Dieter zusammen. Was einmal als ein Jugendtraum in Raum stand , wird zur Tatsache. Arnaud wollte Langläufer sein und dazugehören. Aus diesen Grund widmet Arnaud nach dem Bachelor Abschluss in den Staaten seine volle Zeit und Energie dem Langlaufsport. Dementsprechend hat sich seine Leistung gesteigert. Zur Zeit lebt der Wahlengadiner  in Oslo und gehört dort einer regionalen Trainingsgruppe an.

Bernina Sport hat dem jungen Leistungssportler Fragen zu seinem Coach Felix und ihrer Trainer – Athleten Situation gestellt.

Arnaud hat per Mail auf die gestellten Fragen geantwortet.

 

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Arnaud Du Pasquier,(24 Jahre)

FIS Code: 3510458                                                                                 Sportliches Ziel: WC Punkten                                             Trainingsumfeld: SAS Bern-Skiklub, SC Bernina Pontresina (Schweiz),  Heming IL (Norwegen)

Biografie:
Arnaud (franzözisch sprechend) zog von Lausanne mit 14 Jahre ins Engadin und begann durch den Skiclub Bernina Pontresina zu Langlaufen.
Mit 16 Jahre trat er dem Stützpunkt Oberengadin bei, und gewann mehr und mehr Interesse an dem Spitzensport.
Mit 18 Jahre konnte er eine Saison mit dem Bündner Skiverband (BSV)  trainieren, was ihm erlaubte, einem Platz an der University of Colorado Ski Team zu bekommen.
5 Jahre später schloss Arnaud sein Studium mit einem Bachelor in Physik und Mathematik ab.
Um sich dem Profisport mehr als jäh zu widmen, zog Arnaud im Sommer 2016 nach Norwegen, wo er bis jetzt noch lebt und mit den besten Langläufer der Welt trainiert.

 


Seine persönliche Erfolge sind:

– Qualifikation WC Davos 2014
– Most Improved Student Athlete of CU Boulder 2013
– Europacup Punkten 2017
– 77. an den Norwegischen Meisterschaften in 2017 (530 angemeldete).

1. Was brauchst du von einem Trainer?

Ich brauche von meinem Trainer, dass er zwei Aufgaben für mich löst. Zuerst suche ich Inputs, die sich auf dem “mechanischen Aspekt vom Langlauf” beziehen, d.h. vor allem auf die Art wie ich mein Training gestalten soll. Zum Beispiel wie viele Stunden trainiert werden sollen, wie viel davon intensiv sein sollten, wo man dem Fokus im Krafttraining legt, wie ich meine Technik verbessern kann, usw..
Selbst beim „Profi“ Langlaufen, so wie es eigentlich immer im Leben sein sollte, liegt immer noch der Spass im Mittelpunkt. Und obwohl es einem sehr viel Spass machen kann, besser und schneller zu werden, braucht es aber auch immer noch eine „Stimulation“ für den gesunden Geist nebenher. Deshalb ist es für mich wichtig, dass ich mit meinem Trainer auch andere Interessen teilen kann. Wenn man sein Leben dem Sport widmet, dann ist es, denke ich notwendig, dass man auch sein Leben in den Sport bringt.
Für eine ideale Beziehung zu einen Trainer braucht es aber noch ein gewisses „Faktor X”, so dass man ihm wirklich zuhöre und stolz machen möchte. Es ist schwierig dies in Worten zu umschreiben.                                            Aber ein Coach sollte seinen Athleten inspirieren.
Mein Trainer ist mein Meister, mein Psychologe, mein Kollege, und mein Vorbild.


2. Wie organisiert ihr euch mit dem Handicap: Planung ohne Trainer- Anwesenheit?

Heutzutage kann man dank dem Internet so viel teilen. Man kann live kommunizieren, Videos teilen, Trainingsdaten anschauen und vieles mehr. Für ein bestimmte Trainings, kann Felix wissen wie meine Herzfrequenz und meine Leistung war oder ich lasse Videosequenzen aus bestimmten Trainingseinheiten aufnehmen . Somit hat er Info über meine Technik, und Fitness. Das ist zum Teil mehr, als was die meisten Trainer die vor Ort sind überhaupt mitbekommen.
Ich glaube, dadurch dass wir beide viel gereist sind, ist es für uns kein Problem, wenn wir uns periodisch physisch nicht treffen.
Dies zumindest während der Trainingsphase.
Den Rest holen wir im Winter nach, wenn wir uns auch im reellen Leben sehen können.

Wie sieht eure Kommunikation aus?

Hattest du schon mal eine Freundin im Übersee? Bei uns ist es das gleiche. Viele Emails,  viel Skype Termine, aber keine Fluchworte.

Bist du ihm Fahrplan?

Im Ganzen und Großen, ja.  Aber man weicht immer ein bisschen von der Richtlinie ab. Und dann kann sich auch der Fahrplan dementsprechend verändern. Ich glaube es gehört dazu, somit kontrolliert man, dass man mit seinen Vorstellungen möglichst an der Realität bleibt, anstatt immer an der Zukunft herum zu denken.

 

Bernina Sport dankt Arnaud für seine offenen Worte und drückt ihm für den Saisonstart die Daumen.