In Vergessenheit geraten…

Die Sportindustrie überschwemmt den Markt immer wieder mit kreativen Neuheiten.  Als Ergebnis dieser Innovationen ist  die Sport – Puls –  Uhr ein ausgezeichnetes Beispiel. Sie kann nicht nur die Zeit und den Puls messen, sondern ist mit allerlei Futurs und Raffinessen ausgerüstet.  Sie speichert, analysiert, misst und bewertet das Training und gibt hypothetische Ratschläge, wann wieder trainiert werden soll.  Nützlich, effizient und faszinierend ist so eine Uhr und  es  macht richtig Spass mit ihr zu arbeiten.

Was leider öfter  mit den sogenannten „Hilfsinstrumenten“ passiert, man  neigt dazu ihnen den Platz und Raum für die Eigenentscheidung und Kontrolle zu überlassen und sich dann auf die Werte und Interpretation der Messgeräte völlig zu verlassen. In Kürze entwickelt sich ein Abhängigkeitsgefühl, sodass man ohne den Pulsmesser gar nicht mehr richtig trainieren kann.

Wenn man ein wenig bei den älteren Athleten und Athletinnen recherchiert, wie  anno dazumal ihre Trainingssteuerung und Erholungszeit bestimmt haben, hört man nicht selten, dass sie ihren Ruhepuls gemessen und interpretiert haben.

Wie kann der Ruhepuls eine gute Kontrolle sein?

Eine regelmässige Messung und Kontrolle des Ruhepuls am Morgen sagt viel darüber aus: “Wie gut bin ich nach harten Trainingseinheiten bzw. -Tagen erholt“. Er hilft uns auch frühzeitig zu erkennen, ob eine Infektion (Grippe) im Anzug ist oder ob wir enormem Stress ausgesetzt sind.

Die einfache Faustregel lautet: wenn der Ruhepuls 5-10 Schläge mehr beträgt wie normal, ist Vorsicht geboten. Wir sollten uns dann mit den folgenden Fragen beschäftigen:

  • Habe ich zu viel oder zu hart trainiert?
  • Ist ein Ruhetag  angesagt?
  • Habe ich gut geschlafen?
  • Bin ich gestresst? (Schule, Job, Freunde, Sport, etc.)
  • Habe ich mich gut ernährt?
  • Werde ich krank? (ist eine Grippe im Umlauf?)
  • etc.

Wie bei vielen Dingen heisst auch hier die Devise: wer regelmässig misst, kann einen Nutzen daraus ziehen!

Tipp: Nach dem Aufwachen und  der Morgentoilette, 5 – 10min ruhig liegen bleiben. Danach am Kehlkopf oder auf der Innenseite des Handgelenkes den Puls nehmen (15 sec. × 4) oder mit einer Pulsuhr messen. Notiere den Ruhepuls in deinem Trainingstagebuch oder in deiner Agenda.

images                                                                            pulse_wrist

Das ist eine einfache Art, um ein  Gefühl  für die eigene Trainingssteuerung und das eigene Körperbewusstsein  zu entwickeln.

Für Bernina Sport F.D.